Implantologie

Information für Patienten

Das Einpflanzen von Implantaten stellt heute eine anerkannte und lang haltende zahnmedizinische Behandlungsform dar. Implantate sind künstliche, aus Titan oder Keramik bestehende Wurzeln und können in eine Zahnlücke oder einen zahnlosen Kieferbereich operativ eingesetzt werden.

Der im Kiefer implantierte Teil ist schraubenförmig geformt. Der zweite Teil – der Implantataufbau – wird später eingeschraubt und bietet dem Zahnersatz einen festen Halt.

Alle neueren Implantate haben eine strukturierte Oberfläche, um die Einheilphase zu verkürzen. Durch die Auswahl von schrägen, kurzen oder „festeren“ Implantaten kann heute oft auf einen Knochenaufbau verzichtet werden.

Von der operativen Vorbereitung bis zur Eingliederung des Zahnersatzes vergehen meist wenige Wochen. Für die meisten Patienten ist dieser Eingriff weniger unangenehm als eine Zahnentfernung. Wichtig ist, dass wir Ihren Gesundheitszustand vor der Implantation berücksichtigen können!

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Implantat VergleichImplantat / natürlicher Zahn
implantologie-roentgen
Panorama-RöntgenaufnahmeImplantat im Oberkiefer

Diagnostik

Jeder Zahnverlust verursacht Veränderungen und Abbau des zahntragenden Kieferabschnitts.

Für ein Implantat werden sowohl eine Mindest-Knochentiefe als auch ein Sicherheitsabstand im Unterkiefer zum Nervenkanal vorausgesetzt. Die Knochentiefe wird durch spezielle Röntgendiagnostik ermittelt.

Panorama-Röntgenaufnahme

Implantat im Oberkiefer

Die reale Knochenhöhe wird mit Hilfe einer Röntgenschablone ermittelt. Bei unserem digitalen Röntgengerät kann gegebenenfalls auf die Messschablone in Einzelfällen verzichtet werden, da es über ein integriertes Messtool verfügt. Zur Detailabklärung kann es erforderlich sein, zusätzliche Aufnahmen von einzelnen Zahnabschnitten zu machen.

Durch die digitale Volumentomographie (DVT) kann die Lage der später zu setzenden Implantate im Vorfeld schon auf den Millimeter bestimmt werden, dies ist nur in Einzelfällen notwendig.

Eine langzeitprovisorische Versorgung kann daraufhin im Labor hergestellt und während des OP-Termins nach Einpflanzung der Implantate sofort eingepasst.

Der Eingriff wird in der Regel unter Lokalanästhesie geführt, bei größeren und längeren Eingriffen ist es auch möglich, diese in Vollnarkose oder Sedierung („Dämmerschlaf“) durchzuführen. Dies führt zu einem stressfreien Ablauf für den Patienten.

Implantation

Nach umfassender Untersuchung und Beratung sowie eventuell notwendigen vorausgehenden operativen Eingriffen erfolgt die Implantation.

Bei örtlicher Betäubung wird das Zahnfleisch über der geplanten Knochenregion weggeklappt. Mit Hilfe einer kleinen Fräse wird die Platzierung des Implantats bestimmt.

Mit einem dünnen Pilotbohrer wird dann die Position des Implantats festgelegt. Mit verschiedenen Fräsen wird die Knochenbohrung präpariert, die exakt auf die Größe des Implantats abgestimmt sein muss.

Das sterile Implantat wird dann in den Knochen geschraubt. Die Schleimhaut wird anschließend dicht über der Bohrung vernäht. So kann der Implantatkörper, abgedeckt und geschützt durch das Zahnfleisch, ungestört mit dem Kieferknochen fest verwachsen. Während der anschließenden Einheilphase, die in der Regel drei Monate im Unterkiefer, sechs bis acht Monate im Oberkiefer dauert, bleibt der Implantatkörper vom Zahnfleisch abgedeckt.

Nach zwei Monaten werden die künstlichen Zahnwurzeln freigelegt. Die Implantate werden mit so genannten Zahnfleischformern versehen. Diese sind kleine Schrauben, um die das Zahnfleisch harmonisch herum wachsen kann. Danach geht die Behandlung mit der Abformung bei ihrem Zahnarzt weiter.

Der Zahnersatz wird vom Zahntechniker im Zahnlabor erstellt. Da jetzt der Implantat-Körper fest im Kieferknochen verankert ist, kann der endgültige Zahnersatz (Krone, Brücke oder Prothese) durch ihren Zahnarzt eingesetzt werden. Der implantatgetragene Zahnersatz hält sicher und fest

Sinuslift

Beim frühzeitigen Verlust von Seitenzähnen im Oberkiefer dehnt sich die Kieferhöhle aus. Der Knochen reicht nicht aus, um ein Implantat tragen zu können. Die Kieferhöhle wird durch ein seitliches Fenster geöffnet. Die Kieferknochenschleimhaut wird mit Hilfe spezieller Instrumente in die Kieferhöhle angehoben.

Dadurch entsteht ein Hohlraum, der mit Knochenersatzmaterialien aufgefüllt wird. So wird der knöcherne Boden der Kieferhöhle verstärkt, um dem Implantat einen besseren Halt zu geben. Nun kann der Zahnersatz darauf befestigt werden.

Bei geringerem Bedarf an zusätzlicher Knochenhöhe kann das Anheben auch über die Implantatbohrung erfolgen. Dieser Eingriff ist dann kleiner und nur noch gering unterschiedlich zur normalen Implantation.

Knochenaufbau

Wenn nicht genügend Knochensubstanz vorhanden ist, kann das Zahnimplantat keinen Halt finden.

Allerdings lassen sich Defekte mit Knochenersatzmaterial abdecken. Dies wird mit Membranen fixiert. Die Einheilungszeit dauert ca. 6 Monate. Soll Knochenhöhe gewonnen werden ist allerdings die Transplantation von Eigenknochen notwendig, Die Einheilungszeit ist dann mit vier Monaten etwas kürzer. Danach können die Zahnimplantate eingeschraubt werden.

Einzelzahnersatz

Der Verlust einzelner Zähne lässt sich durch Implantate gut ausgleichen. Die künstliche Wurzel gibt dem Zahn einen sicheren Halt. Die Nachbarzähne müssen nicht – wie bei einer Brücke – beschliffen werden.

Freiendversorgung mit einem Implantat

Fehlt ein Zahn zur hinteren Begrenzung einer Lücke, übernimmt ein Implantat die Aufgabe eines Pfeilerzahnes zur Brückenversorgung. Die Kombination Krone/Implantat ermöglicht hier eine Brücke.

Stark reduzierter Restzahnbestand - Oberkiefer

Die herausnehmbare Brücke: Bei stark reduziertem Restgebiss bietet die Kombination von Doppelkronen und Implantaten den höchsten Komfort. Sie vermeidet im Oberkiefer die Gaumenplatte.

Feste Brücke im zahnlosen Kiefer

Bei ausreichender Knochenstärke können Implantate als Brückenpfeiler bis in den Molarbereich gesetzt werden. Bei weniger Knochen enden die Implantatpfeiler weiter vorn. Eine „Extensionsbrücke“ ist die Alternative.

Verankerungen für herausnehmbaren Zahnersatz

Besonders im Unterkiefer ist der Halt einer totalen Prothese problematisch. Oftmals werden Sprache und Kauen durch den problematischen Sitz stark beeinträchtigt. Zwei bis vier Implantate geben dem totalen Zahnersatz guten Halt.

Der Zahnersatz wird von und bei Ihrem Hauszahnarzt erstellt. Ist der Zeitpunkt der Versorgung absehbar vereinbart unser Personal mit ihnen bei Ihrem Zahnarzt die weiteren Termine.

Recall/Lebensdauer des Implantats

Die Lebensdauer ist prinzipiell unbegrenzt. Entzündungsreaktionen am Implantat könnten letztlich zu einem Implantatverlust führen. Implantatgestützter Zahnersatz muss mindestens genauso gut wie die eigenen Zähne gepflegt werden. Im ersten Jahr sind Prophylaxekontrollen im Abstand von 3 Monaten beim Zahnarzt sinnvoll. Anschließend kann ein individueller Recall-Abstand bestimmt werden.

Weitere Komplikationen, wie Brüche, sind eher selten.

implantologie-recall
Implantatgestützte StegprotheseStegreinigung

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